Forst
Forst

WALD & FORST

Als Forstwirtschaft bezeichnet man die wirtschaftliche Nutzung und Pflege
sowie den Anbau von Waldflächen. Forstwirtschaft, wie wir sie im Betrieb um-
setzen, hat vor allem wirtschaftliche als auch soziale (Erholungs-, Schutzwald)
Bedeutung. Angesichts zunehmender Umweltbelastung (Waldsterben) wird die
Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts in unserem Lebensraum immer
wichtiger. Für die Erfüllung dieser vielfältigen Aufgaben betreiben wir moderne
Forstwirtschaft verstärkt nach ökologischen Grundsätzen und Erkenntnissen.

Kennzeichen der Forstwirtschaft sind im Vergleich zu Landwirtschaft und Gar-
tenbau sehr langfristige Planungen, Maßnahmen und Auswirkungen. Zwischen
Saat, Pflanzung und Ernte liegt eine lange Umtriebszeit, oft viel mehr als 100
Jahre, sodass ein Nutzen erst kommenden Generationen möglich ist. Es wird
nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gewirtschaftet, was heißt, dass nicht mehr
Holz geerntet wird, als nachwächst. Zurzeit wächst in Österreich wesentlich
mehr Holz nach als genutzt wird. Holz ist der Rohstoff der Gegenwart und Zu-
kunft und sollte auf Grund seiner guten Eigenschaften zum Einsatz kommen.

Die Forstwirtschaft hat sich erst im Laufe der Jahrhunderte zu einem wich-
tigen Wirtschaftszweig entwickelt. Der Wald gab den Menschen Arbeit und
Einkommen, vor allem in der Zeit, als Holz der wichtigste Energierohstoff der
aufstrebenden Manufakturen und der rasch wachsenden Städte der Monarchie
im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert gewesen war. Die Wälder waren zur
Einnahmequelle, zum „Unternehmen“ geworden.